Herbstwanderung im Selmkebachtal

Am Samstag, den 31. Oktober 2009 bieten wir eine naturkundlich-historische Herbstwanderung durchs Selmkebachtal in Herdecke an. Los geht’s um 14.00 Uhr am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke (Gerhard-Kienle-Weg). Treffpunkt ist die unter der Ender Talstraße hindurch führende Tunnelröhre südlich des Krankenhauses (Nähe Reithalle).

Bei der Wanderung werden wir das Landschaftsschutzgebiet Selmkebachtal/Schede/Auf dem Heil erkunden. Von den Quellen des Selmkebaches aus geht’s teilweise auf alten Wegen entlang des Tales und vorbei an einigen Kohlenmeilerplätzen bis zur Sägemühle. Von dort aus wandern wir weiter durch den herbstlichen Wald über das Harkort’sche Erbbegräbnis, wo u.a. der Industriepionier Friedrich Harkort beigesetzt wurde, zum Gut Schede. Dort gibt’s einen kleinen Exkurs zur Landwirtschaft (momentan sind u.a. einige junge Kälber zu bestaunen). Anschließend genießen wir die weite Aussicht oberhalb von Gut Schede und machen uns auf den Rückweg wieder durch den Wald.

Bitte denken Sie an waldtaugliches Schuhwerk und ggf. wetterfeste Kleidung. Die Wanderung wird etwa drei Stunden dauern.

Weg entlang des Selmkebachs

Weg entlang des Selmkebachs

Landschaft auf Schede

Landschaft auf Schede

Ein Teil der Wandergruppe

Ein Teil der Wandergruppe

Fliegenpilz mit Gesicht

Kleine Entdeckung: Fliegenpilz mit Gesicht

Gut Schede

Gut Schede

Rinder von Gut Schede

Rinder von Gut Schede

Eines der Kälbchen

Eines der Kälbchen

Rinder auf der Weide

Rinder auf der Weide

Politische Trendwende beim Stork

Die von der Interessengemeinschaft Stork veranstaltete Podiumsdiskussion am 19. August 2009 wartete mit einer politischen Überraschung auf. An diesem Abend machte die CDU Wetter bekannt, dass sie die Pläne zur Bebauung des Storks mit einem großen Gewerbegebiet nicht mehr mitträgt. Damit ist die bisher als gesichert angesehene Mehrheit im Rat gehörig ins Wackeln gekommen.

Zusammenfassung für interessierte Wetteraner zur Kommunalwahl am 30.8.2009:

  • Gegen das geplante Gewerbegebiet sind die CDU, die Grünen und die UWW.
  • Für die Gewerbeansiedlung im Landschaftsschutzgebiet sind noch SPD, FDP und BfW. (Letztere haben sich erst am 25. August in Form einer Presseerklärung „geoutet“ – wenige Tage nachdem sie verkündeten, dass im weiteren Verfahren noch viele Fragen zu klären seien.)

Seit mehreren Jahren schon laufen die Planungen zur Bebauung von über 12 Hektar Wald- und Landwirtschaftsfläche im Süden von Volmarstein. Der BUND Wetter/Herdecke setzt sich seit Beginn des Planungsverfahrens für die Rettung des Naherholungsgebiets ein und engagiert sich außerdem in der 2009 gegründeten IG Stork.

Näheres zur Podiumsdiskussion können Sie im Bericht nachlesen. Eine Übersicht der Parteiaussagen gibt’s unter „Wahlprogramme unter der Lupe“.

Waldführung im Volmarsteiner Süden

Am 26. Juli 2009 haben wir für die Interessengemeinschaft Stork in Wetter eine Führung zur Waldgeschichte im Landschaftsschutzgebiet „Silschede und Schmandbruch“ veranstaltet. Konkret ging es um den strukturreichen Wald „Am Stork“, dessen Bestand in weiten Teilen durch ein geplantes Gewerbegebiet bedroht ist. Auf Grund der großen Nachfrage und positiven Resonanz werden wir die Wanderung noch einmal anbieten, und zwar am Freitag, den 14. August 2009, um 17.00 Uhr. Treffpunkt ist die Straße „Am Grünewald“ auf Höhe des BBW-Parkplatzes.

In der örtlichen Presse gab’s übrigens einen kurzweiligen Bericht über die Veranstaltung.

Am Stork geht’s rund

Protest am Stork

Protest am Stork

Der „Stork“ bei Grundschöttel in Wetter ist Teil des Landschaftsschutzgebiets „Silschede und Schmandbruch“. Noch. Denn schon seit mehreren Jahren gibt es Bestrebungen, die durch Wald und Landwirtschaft geprägten Flächen in ein Gewerbegebiet umzuwandeln.

Ein Bebauungsplanentwurf existiert bereits. Die Wetter’schen Politiker beschlossen Ende April 2009 mehrheitlich dessen Offenlegung. Zum Jahresende könnte also der Satzungsbeschluss folgen, und damit wäre die Flächenversiegelung – inklusive Erschließungsbereichen geschätzte 14 Hektar = 140.000 m² Beton und Asphalt – im wahrsten Sinne des Wortes „beschlossene Sache“. Theoretisch. Denn jetzt hat sich eine bunt gemischte Interessengemeinschaft für den Erhalt des Storks gegründet, an der sich auch unsere Ortsgruppe beteiligt. Außerdem wird vorher im August ein neuer Gemeinderat gewählt.

Die hier gezeigten Fotos wurden Ende April/Anfang Mai bei einem Spaziergang um den Stork aufgenommen.

Weg und Acker „Vordere Heide“

Weg und Acker „Vordere Heide“

Acker zwischen „Vordere Heide“ und „Oberberge“

Acker zwischen „Vordere Heide“ und „Oberberge“

Teich Oberberge und Acker

Teich Oberberge und Acker

Teich Oberberge

Teich Oberberge

Landschaftsbild am Stork

Landschaftsbild am Stork

Weg „Am Stork“ und Acker

Weg „Am Stork“ und Acker

Der BUND hat die Planungen in den Gremien – ebenso wie als einzige Ratsfraktion die Grünen – von Anfang an konsequent abgelehnt, auch durch schriftliche Einwendungen.

Gegen die Bebauung der Flächen sind wir unter anderem

  • weil das Gebiet „Am Stork“ ein wichtiger Landschaftsraum im Biotopverbund ist (es gehört ja nicht ohne Grund zum Landschaftsschutzgebiet),
  • weil der Stork Lebensraum für gefährdete Arten ist, sowohl an den dortigen Gewässern (Quellsiepen mit Vernässungszonen, Teich; Amphibienvorkommen), als auch im Wald und auf den Acker- und Grünlandflächen (Fledermäuse, Eulen- und Greifvögel, Kiebitze, Feldhasen),
  • weil Nachhaltigkeit und sparsamer Umgang mit natürlichen Ressourcen – was sich auch die Kleinstadt Wetter auf die Fahnen geschrieben hat – anders aussieht (gute Ackerböden wie am Stork sind in unserer Region nicht allzu häufig – wer denkt an künftige Generationen?),
  • weil wir die Begründung für eine derart umfangreiche Bodenzerstörung und -versiegelung an dieser Stelle nicht nachvollziehen können (bei der momentan geplanten Erschließung ist die als „entscheidendes Kriterium“ bezeichnete Autobahnabfahrt fast 3 km entfernt und die Fahrstrecke führt durch Wohngebiete, auch wird als potentiell ansiedlungswilliger Gewerbebetrieb v.a. ein Zulieferunternehmen der Nutzfahrzeugbranche (LKW) aus einer Nachbargemeinde angeführt, dass wohl nur Arbeitsplätze von dort nach Wetter verlagern würde, siehe Pressebericht),
  • weil Belange der Menschen (Naherholung, Lärmschutz), die als „weiche Standortfaktoren“ durchaus relevant für die wirtschaftliche Zukunft Wetters sind, nicht erkennbar berücksichtigt werden (die Einwohner sind als Einkommenssteuerzahler das zweitwichtigste finanzielle Standbein der Gemeinde),
  • weil wir nicht erkennen, dass sich die Stadt Wetter tatsächlich um die vorrangige Belegung noch freier Gewerbeflächen und allgemein um flächensparendes Bauen kümmert.

Diese ist nur ein kurzer Überblick der Argumente. Es gibt noch weitere und im Detail konkreter ausgeführte Gründe, weshalb wir die Gewerbegebietsplanungen am Stork für verfehlt halten.

Die IG Stork trifft sich übrigens das nächste Mal am 8. Juni 2009; Mitstreiter willkommen.

Auf den Themenseiten „Boden- und Freiraumschutz“ bietet der BUND-Landesverband NRW interessante Hintergrundinfos an (Einzelseiten über Navigation auf der linken Seite erreichbar).