Dritte Stellungnahme zum geplanten Gewerbegebiet „Am Stork“

Dritte BUND-Stellungnahme zum Stork (PDF)Bei der Stadt Wetter (Ruhr) endete am 1. August 2012 mal wieder eine Abgabefrist für Stellungnahmen – dieses Mal zum dritten Bebauungsplanentwurf Nr. 60 „Gewerbegebiet Am Stork“. Hier können Sie jetzt die aktuelle BUND-Stellungnahme als PDF-Datei einsehen und herunterladen. Auf Rückmeldungen dazu sind wir wie immer gespannt.

Unsere Ablehnung des in Volmarstein geplanten Bauvorhabens hatten wir bereits anlässlich des ersten Entwurfs 2009 und des zweiten Entwurfs 2011 dargestellt. Im bisherigen Verfahren wurde nur ein kleiner Teil der von Bürgern und Behörden vorgebrachten Einwände, Bedenken und Anregungen aufgegriffen. Viele Probleme haben weiterhin Bestand. Kernpunkt unserer Kritik ist der unverhältnismäßig hohe Flächenverbrauch mitten im Landschaftsschutzgebiet. Neben diversen Naturschutzkonflikten weist auch der dritte Entwurf nicht unerhebliche planungsrechtliche Probleme auf. Unseres Erachtens dürfte er so kaum haltbar sein.

Weitere Informationen gibt es bei der IG Stork.

Exkursionstipp Pflanzengesellschaften der Wiese

Blühaspekt einer Weide von Hof Sackern

Am Sonntag, den 3. Juni 2012 findet von 10.00 bis 14.00 Uhr in Wetter eine Exkursion für alle botanisch Interessierten statt. Unter Leitung von PD Dr. Hans-Christoph Vahle werden vor allem die Pflanzengesellschaften der Wiese erkundet.

Treffpunkt ist Hof Sackern in Wetter, Albringhauser Straße 22. Auf den Flächen des biologisch-dynamisch wirtschaftenden Betriebs werden seit mehreren Jahren Versuche zur Neuanlage von kräuter- und blütenreichem Grünland durchgeführt. Neben der Wiesen- und Weidenvegetation werden auch die Pflanzengesellschaften von Acker, Hofteich und Bruchsteinmauer vorgestellt.

Die Teilnahmegebühr beträgt 6,- Euro. Anmeldung bei der VHS Witten/Wetter/Herdecke (Kurs 13161).

Ökostrom-Infoabend in Wetter

Ökostrom-Infoveranstaltung in Wetter 2011Der Verein Lokale Agenda 21 Wetter Ruhr lädt am Freitag, den 6. Mai 2011 um 19.00 Uhr zu einem unterhaltsamen Ökostrom-Abend ein. Unsere BUND-Ortsgruppe ist u.a. mit einem Infostand beteiligt. Veranstaltungsort ist der Saal der Ev.-Freikirchlichen Gemeinde Wetter-Grundschöttel in der Grundschötteler Str. 48–50. Der Eintritt ist frei.

Das Motto der Veranstaltung lautet „Informationen pur. Essen in Happen. Kultur von hier!“ – neben den Infos zum Thema Strom bzw. Ökostrom gibt es also mehrere „kulturelle Programmeinlagen“ sowie Speis und Trank. Auch einige Unternehmen sind mit von der Partie. Sowohl die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) als auch Lichtblick und Naturstrom sind reine Ökostromanbieter und werden von der Aktion „Atomausstieg selber machen“ sowie vom BUND empfohlen. Als lokales Unternehmen beteiligt sich außerdem die AVU, die einige Ökostrom-Tarife im Angebot hat, sich allerdings zu 50 Prozent im Besitz des Atomkonzerns RWE befindet. Interessenten können sich bei der Veranstaltung Hilfe beim Anbieterwechsel holen.

Für den BUND ist der weitere ökologisch verträgliche Ausbau der erneuerbaren Energien von zentraler Bedeutung für die künftige Energieversorgung. Wir rufen alle Menschen im Atomland NRW, die es noch nicht getan haben, auf: Wechseln Sie jetzt zu Ökostrom! Denn nur wenn die Erneuerbaren möglichst schnell einen großen Teil unserer Stromversorgung übernehmen, sind Kohle- und Atomkraftwerke bald Vergangenheit.

Zweite Stellungnahme zum geplanten Gewerbegebiet „Am Stork“

Zweite BUND-Stellungnahme zum Stork (PDF)Heute, am 18. April 2011 endete bei der Stadt Wetter (Ruhr) mal wieder eine Abgabefrist für Stellungnahmen – dieses Mal zum zweiten Bebauungsplanentwurf Nr. 60 „Gewerbegebiet Am Stork“. Sie können jetzt hier die neue BUND-Stellungnahme als PDF-Datei ansehen und herunterladen. Auf konkrete wie allgemeine Rückmeldungen zum Thema sind wir wie immer gespannt.

Bereits 2009 hatten wir unsere Ablehnung dieses in Volmarstein geplanten Bauvorhabens ausführlich erläutert – damals zum ersten Bebauungsplanentwurf. Ein kleiner Teil der Einwände und Anregungen wurde anschließend von Politik und Planern aufgegriffen. Vor ein paar Wochen wurde dann ein überarbeiteter Entwurf vorgelegt. Aus Naturschutzsicht sind damit erfreulicherweise einige der „ganz großen Klöpse“ weggefallen. Dennoch haben viele Probleme im neuen Entwurf weiterhin Bestand und neue Probleme sind hinzu gekommen. Kernpunkt unserer Kritik ist der unverhältnismäßig hohe Flächenverbrauch im Landschaftsschutzgebiet. Planungsrechtlich weist auch der geänderte Entwurf nicht unerhebliche Probleme auf. Unseres Erachtens dürfte er so kaum haltbar sein.

Siepen des Berger Bachs am Stork in Wetter

Quellnaher Siepen des Berger Bachs am Stork

Eher unerquicklich waren übrigens die Stellungnahmen der Verwaltung, die diese im Rahmen der gesetzlichen Abwägung für die Lokalpolitiker erstellt hatte. Sie gingen in etlichen Bereichen gar nicht näher auf konkrete Anregungen ein oder schlicht am Thema vorbei, in einigen Bereichen waren sie sogar sachlich unzutreffend. Wer mag, kann sich das gut 30 MB große Gesamtpaket momentan noch herunterladen und selbst studieren. Fast eineinhalb Jahre hat es gedauert, bis die gesammelten Stellungnahmen von diversen Institutionen und von Bürgern, u.a. auch von der IG Stork, veröffentlicht wurden. Die Politiker vor Ort zeigten leider (mit wenigen Ausnahmen) in der letzten Sondersitzung des Bauausschusses im Februar 2011, bei der die Offenlage des zweiten Entwurfs beschlossen wurde, kein gesteigertes Interesse an einer sauberen Abwägung. Beanstandungen oder Rückfragen gab es nur sehr wenige. Mehrheitlich trugen sie die von der Verwaltung vorgenommenen Bewertungen und Begründungen unverändert mit.

Ergänzung: Weitere Informationen zum Thema gibt es bei der IG Stork.